Im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo

Zu Besuch bei der Wochenzeitung „Die ZEIT“.

Am 19.03.19 besuchten Schülerinnen und Schüler des PGW-Kurses 12 mit ihrem Lehrer Herrn Albrecht von 19:00 bis 21:00 Uhr das Helmut-Schmidt-Haus der ZEIT in Hamburg. Den 100 geladenen Gästen erzählte die Chefin vom Dienst, Iris Mainka, wie eine typische Produktionswoche der ZEIT abläuft und dabei geschrieben, entschieden, geplant und produziert wird.

Im Anschluss konnte dann der Chefredakteur der ZEIT Giovanni di Lorenzo den aktuellen Titel vorstellen, da dienstags immer der letzte Produktionstag und somit Hochbetrieb ist. Dabei zeigte er den Anwesenden verschiedene Titelillustrationen und welche der Aufmachungen es letztlich auf die aktuelle Printausgabe geschafft hat. Ein Schüler des Kurses wurde vom Chefredakteur gefragt, welches Thema er denn auf die Titelseite gebracht hätte. Schlussendlich schaffte es der genannte Brexit nicht auf die Titelseite, sondern die nach wie vor bestehenden Ungleichheit zwischen Frauen und Männern, beispielsweise in der Arbeitswelt.

Den Abend beendete der Journalist Jochen Bittner, welcher das neue Ressort der ZEIT vorstellte: „STREIT“. Bittner erklärte den Anwesenden, dass gegenwärtig viele „toxische Themen“ in gesellschaftlichen Debatten zu finden seien, wie zum Beispiel Migration. Viele Menschen führten Diskussionen nur, um sich abzugrenzen und des eigenen Standpunktes zu vergewissern. Dabei vergessen viele Menschen die nötige Empathie für andere Meinungen aufzubringen. Die ZEIT möchte dieser Debattenkultur entgegentreten und hitzigen Diskussionen einen weniger emotionalen Charakter verleihen. In Demokratien gehe es auch immer darum, nach intensiven Gesprächen einen Konsens herzustellen.

Die interessierten Fragen einiger Schülerinnen wie zum Beispiel nach dem Frauenanteil bei der ZEIT oder dem Instagramauftritts des neuen ZEIT Ressorts „STREIT“ sowie zum Machtverhältnis von Medien und Politik, brachten neben den Fragen von anwesenden Abonnenten viele spannenden Einblicke hinter die Kulissen dieser Wochenzeitung mit sich.

Stephan Albrecht

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